Pflanzen, die jeder kennt: Löwenzahn

September 19th, 2012 by textguru

Interessante Fakten zu Löwenzahn und Pusteblume

PusteblumeIm Frühling kann man die herrlich gelben Blüten beinahe überall bewundern: Auf wild bewachsenen Wiesen genau so, wie am Rande der sonst so grauen Bürgersteige. Gemeint ist der Löwenzahn, eine lustige kleine Pflanze, die vor Allem bei Kindern auch unter dem Namen Pusteblume bekannt ist. Viele Menschen meinen, dass der Name Löwenzahn nur eine einzige Pflanze beschreibt. Das stimmt aber nicht ganz! Genau genommen ist „Löwenzahn“ der Begriff für eine ganze Pflanzengattung, in der alle Pflanzen ähnlich und miteinander verwand sind. Jede Art dieser Gattung hat ihren ganz eigenen Namen. Wenn wir vom Löwenzahn sprechen, dann meinen wir in der Regel aber den ganz gewöhnlichen. Der heißt in der Blumenfachsprache übrigens „Taraxacum sect. Ruderalia“. Wie das zarte Gänseblümchen gehört auch der Löwenzahn zur Familie der Korbblütler.

Eigenschaften und Aussehen des Löwenzahns

Der gewöhnliche Löwenzahn, wie wir ihn alle kennen, kann mehrere Jahre alt werden. Vorausgesetzt niemand vernichtet seine Wurzeln. Wenn alles gut läuft, dann blüht ein Löwenzahn in jedem Jahr aufs Neue. Darum gehört er zu den ausdauernden Pflanzen, die sich diese positive Eigenschaft teilen. Dem Sekret des Kautschukbaumes ähnlich, produziert auch der Löwenzahn eine Art Milchsaft. Er befindet sich zum größten Teil im Stil der Pflanze und wird hart, wenn er durch das Abbrechen des Stängels an die Luft gelangt. Kaninchenbesitzer werden wissen, wie die Blätter einer Löwenzahnpflanze aussehen. Sie geben eine vorzügliche Mahlzeit für alle Nagetiere ab. Ihre Form ist stark oval, schon fast in die Länge gezogen. Die schmackhaften Blätter des Löwenzahn sind auffallend geknickt und weisen deutliche Schnitte auf. Nebenbei erwähnt: Auch Menschen essen Löwenzahnblätter! Am liebsten als leckeres Highlight im Salat. Das kennen Sie nicht? Dann sollten Sie es einmal probieren, am besten mit den zarten, feinen Blättchen.

Löwenzahn wächst überall!

Der hier beschriebene Löwenzahn ist auf der nördlichen Erdhalbkugel zuhause. Seine Heimat liegt im westlichen Teil Asiens und hier bei uns – in Europa. Obwohl der gewöhnliche Löwenzahn ein Kraut ist, ist er noch lange kein Unkraut. Er wächst in der Wildnis, aber immer häufiger auch in von Menschen besiedelten Gegenden. Deswegen ist der Löwenzahn eine Ruderal-Pflanze. Das bedeutet „Schutt-Pflanze“ und meint ganz einfach, dass Löwenzahnpflanzen überall wachsen. Selbst dort, wo Menschen nichts weiter, als Schutt und Asche hinterlassen haben. Und leider auch dort, wo ehrgeizige Hobbygärtner es auf keinen Fall möchten. Zur Pusteblume wird der Löwenzahn, wenn seine gelben Blätter vertrocknet sind. Sie fallen ab und geben den darunter befindlichen Samenstand frei. Dieser öffnet sich und tritt als Pusteblume in Erscheinung. Meistens übrigens kurz vor dem Sommer, im Mai. Dann sind sie nicht nur bei Kaninchenbesitzern, sondern auch bei den Kindern sehr beliebt: Pustet man kräftig die Blüte an, fliegen die feinen Samen fröhlich durch die Lüfte. Und sorgen schon bald für viele neue, gelb blühende Löwenzahnpflanzen.

Bildquellenangabe: Sylvia Voigt  / pixelio.de

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