Weihnachtssterne als Zimmerpflanze

Oktober 24th, 2012 by textguru

Weihnachtssterne – Das Symbol der Vorweihnachtszeit

WeihnachtssterneTief rote Weihnachtssterne gehören zu den schönsten Zimmerpflanzen überhaupt. Sie haben viele Namen, werden beispielsweise Christstern, Adventsstern oder Poinsettie genannt. Besonders in Europa sind sie sehr beliebt. Ursprünglich kommen die Weihnachtssterne, welche zu den Wolfsmilchgewächsen gehören, aus Mittel- und Südamerika. Wir Europäer kennen sie seit 208 Jahren, schon seit dem Jahre 1804 findet man den Weihnachtsstern als Zimmerpflanze in der Wohnung. Damals kehrte hierzulande der erste Weihnachtsstern mit Alexander von Humboldt, einem deutschen Naturforscher aus Pommern ein. Bis heute hat der Weihnachtsstern viele Rekorde gebrochen: Auf der ganzen Welt gibt es keine andere Zimmerpflanze, die häufiger angebaut würde, als er. Trotzdem gelten Weihnachtssterne, wie ihr Name stark vermuten lässt, als Kennzeichen der Vorweihnachtszeit. In Frühjahr und Sommer sind sie äußerst schwer zu bekommen.

Das unverkennbare Aussehen der Weihnachtssterne

Entgegen vieler Annahmen besitzen Weihnachtssterne keine Blüten. Das, was viele Menschen fälschlicher Weise für Blütenblätter halten, sind in Wirklichkeit Hochblätter, die auch als Brakteen bezeichnet werden können. Hierbei handelt es sich um andersfarbige Blätter, die höher am Stängel wachsen als grüne Laubblätter. Sie geben dem Weihnachtsstern sein unverkennbares Äußeres und machen ihn zu einem der Verkaufsschlager zu Weihnachten. Etwas Lustiges am Rande: Weihnachtssterne tragen tatsächlich Blüten. Die im Mittelpunkt der Hochblätter liegenden Blütenstände werden aber gerne übersehen. Sie sind winzig klein, kaum erkennbar und lediglich in grüner Farbe mit zart gelber Umrandung. Weihnachtssterne gibt es in vielen verschiedenen Farben. Schade eigentlich, dass das nur die wenigsten Menschen wissen. Der bekannteste Farbton ist ein dunkles, sehr edel wirkendes Rot. Der wohl zweithäufigste ein reines Weiß. Neben ihnen existieren rosa leuchtende und sogar mehrfarbige Weihnachtssterne. Letztere strahlen zumeist in dunkelroter und weißer Farbenpracht.

Außen „Hui!“ und Innen „Pfui“: Der Milchsaft frei wachsender Weihnachtssterne

So schön die verschiedenen Weihnachtssterne auch sind, wildwachsende Exemplare können zahlreiche Gefahren bergen. Besonders für Kinder, denn der milchige Saft in ihrem Innern ist giftig, führt zu Hautreizungen, Übelkeit und Durchfall. Das ist leider bei allen Wolfsmilchgewächsen, die in freier Natur gedeihen der Fall. Entwarnung: Besitzer von kultivierten Zimmerpflanzen können sich entspannt zurücklehnen. Der Milchsaft speziell für den Verkauf aufgezogener Weihnachtssterne ist in aller Regel völlig unbedenklich. Ihm fehlt der für den Menschen unverträgliche Inhaltsstoff. Das haben Forscher und Züchter clever eingerichtet! Also dürfen wir uns auch in diesem Jahr zur Weihnachtszeit auf unseren geliebten Weihnachtsstern auf der Fensterbank freuen.

Bildquellenangabe: Gaby Stein  / pixelio.de

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